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Hier finden Sie Informationen zum Thema Badminton:

Die Wurzeln des Badminton reichen viele Jahre in die Vergangenheit zurück. Schon bevor in Europa im Zeitalter des Barock beim Adel Federballspiele beliebt und schick wurden haben die alten Azteken und Inder Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen gespielt. Die Vorläufer des Badminton hießen zum Beispiel Battledore and Shuttlecock oder auch Jeu de Volant. Doch während es beim modernen Badminton darum geht, dass der Gegenspieler den Ball nicht zurückschlagen kann, ging es damals darum, den Ball möglichst häufig hin und her zu spielen, ohne dass dieser auf den Boden kommt.

Der Name Badminton geht auf den Landsitz Badminton des Duke of Beaufort zurück. Dieser liegt in der englischen Grafschaft Gloucestershire. Hier wurde 1872 das aus Indien mitgebrachte Spiel mit dem Namen Poona vorgestellt. Das Spiel fand unter dem Namen Badminton schnell viele Anhänger, so dass bereits um 1893 der erste englische Badmintonverband gegründet wurde. Noch vor der Jahrtausendwende wurden 1899 zum ersten mal die All England Championships abgehalten.

Da sich das Spiel zwar großer Beliebtheit erfreuen konnte, es jedoch in dem damaligen England an geeigneten Veranstaltungsplätzen haperte, wurde das Spiel häufig an ungewöhnlichen Orten gespielt. Hierbei handelte es sich vielfach sogar um Kirchen, die durch ihre Architektur dem Badminton in Höhe und Weite genügend Platz bereitstellten. Zudem boten die Kirchenbänke praktischerweise den Zuschauern auch genügend Sitzplätze.

In Deutschland starte der erste Badminton Sportverein seine Vereinsgeschichte im Jahre 1903. Bis zu den ersten Badminton Meisterschaften sollten in Deutschland allerdings noch einige Jahre bzw. Jahrzehnte vergehen. Erst zwei Weltkriege später wurden diese am Anfang des Jahres 1953 in Deutschland abgehalten. Am 17. und 18. Januar des Jahres 1953 war es in Wiesbaden soweit und die ersten Deutschen Meisterschaften im Badminton fanden statt. Anhänger des Sports waren in dieser Zeit unter anderem auch ein bekannter Bonner Lebensmittelfabrikant, der sogar die erste reine Badmintonhalle in Deutschland errichtet haben soll.

Nach eher schwachen 1960er Jahren konnte der Badminton Sport im Deutschland der 1970er Jahre wieder einen Boom verzeichnen. Zahlreiche neue Sporthallen halfen dem Badminton dabei, ein wahrer überflieger zu werden. Verbände und Vereine konnten sich über regelrechte Explosionen beiden Mitgliederzahlen freuen. Diese Begeisterung der Deutschen für das Badminton hielt bis zum Ende der 1980er Jahre an. In den 1990er Jahren kam das Interesse für das Rückschlagspiel mit dem Federball wieder zum Stocken. Daran änderte auch nicht, dass Badminton in den Schulsport integriert worden ist.

Heute begeistern sich immer noch viele Menschen für den Sport. So gibt es zahlreiche Vereine und Landesverbände in Deutschland. In diesen Vereinen kommen begeisterte Badmintonspieler zusammen und spielen miteinander den Sport, der als Mitbringsel der Kolonialzeit über England den Weg nach Deutschland gefunden hat und heute neben Tennis und Squash zu den beliebtesten Rückschlagspielen in Deutschland gezählt werden kann. Es gibt kaum jemanden in Deutschland, der nicht schon mal das Spiel mit den schlanken Schlägern und leichten Federbällen, die heute nicht mehr aus Holz und Federn, sondern aus Kunststoffen gefertigt werden, gespielt hat. Spaß und Begeisterung kommen dabei beim Badminton fast immer auf, auch wenn die Spieler nicht gleich in einen Verein eintreten wollen.